Interview Andreas Popp (PIRATEN) in der „Jungen Freiheit“

Wer liest schon die „Junge Freiheit“?

Andreas Popp, stellvertretender Bundesvorsitzender der Piratenpartei Foto: Piratenpartei

Andreas Popp, stellvertretender Bundesvorsitzender der Piratenpartei Foto: Piratenpartei

Ich normalerweile nicht, und von meinen Bekannten hoffentlich auch keiner.

Nichtsdestotrotz haben die ihm in einem Interview genau die Fragen gestellt, die einen Wähler vor der Bundestagswahl interessieren, da sie aber unangenehm sind, stellt sich ihnen selten ein Politiker.

Dieses Interview wird in den Mainstream-Medien bestenfalls totgeschwiegen, maximal wird es benutzt, um Popp zu diskreditieren. Als ob es neuerdings drauf ankäme, wer die Fragen stellt und nicht, was die Antworten beinhalten?!

Die Freiheitler, eher am rechten Rand des politischen Spektrums zu verorten, hatten (logischer Weise ;-)) ideologisch gefärbte Hintergedanken (zumindest bei einigen Fragen). Herr Popp hat aber recht souverän vermieden, sich in irgendeine politische Ecke zerren zu lassen, weder farblich noch von der Himmelsrichtung her. Obwohl der Fragensteller heftig an Popps rechter Seite gezerrt hat ….

[Update] Natürlich distanziere ich mich hier ganz klar und vollumfänglich von den Inhalten dieser – äh – Zeitung(?), aber ich halte es da sinngemäss wie Voltaire:

Ich finde Ihre Meinung zwar zum Kotzen, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie diese weiterhin frei vertreten dürfen!

Man sollte sich dieses Interview noch unbedingt vor der Wahl zu Gemüte führen, sich so seine Gedanken machen und evtl. noch versuchen, den lokalen MdB dahingehend zu nerven!

Klar zum Ändern!

P.S.: Der Name der Partei muss sich auf Dauer auch ändern, sonst werden die nie ernst genommen. Die örtlichen Christdemokraten gucken mich immer ganz mitleidig an, wenn die Sprache auf die Piraten-Partei kommt … Es sei denn, Ihr wollt eine dezidierte Nischenpartei bleiben, so wie die FDP (*duckundwech*) 🙂

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  1. #1 von trotzkist am September 20, 2009 - 15:17

    Mit REchtsextremen redet man nicht, egal wie man sich dabei anstellt, weil man sie hierdurch nur legitimiert. Aus gutem Grund lehnen es auch die demokratischen Parteien im Bundestag ab, Beschlüsse mit der NPD zusammen zu fassen, auf allen Ebenen, udn selbst die CDU stimmt bisher nur auf lokaler Ebene mit denen ab.

    Wer der Jungen Freiheit ein Interview gibt, hat sich damit politisch delegitimiert, GANZ EGAL, was er da sagt!

    • #2 von Yeti am September 20, 2009 - 15:35

      (Du meinst sicher „illegitimiert“,Nein, er meinte Delegitimiert, auch gut)
      Ich verstehe das schon. Diese Vereinigung ist aber erst seit ein „paar Tagen“ eine Partei und noch recht unerfahren, inwiefern da draussen von welcher Seite der Wind pfeift …
      Popp hat ja im Nachhinein gemerkt, was er da angerichtet hat. Und er hat auch sehr geschickt vermieden sich auch nur anmerken zu lassen, ob er die Hintergedanken des Fragers erkennt …
      Sicher, er hätte sich vorher informieren können, sollen, müssen. Aber ich finde, wenn er Lernfähigkeit beweist, spricht das eher für ihn.
      Aus diesem Grund versuche ich ja auch, das Interview irgendwie aus dem braunen Sumpf in’s Licht der nicht-radikalen Öffentlichkeit zu zerren …

      • #3 von trotzkist am September 20, 2009 - 16:06

        Hehe, danke fürs löschen, nu haste meine richtige Antwort aber gleich mitgelöscht 😉

        Das mit der Unerfahrenheit lasse ich nicht gelten, es handelt sich hierbei um einen demokratischen Grundkonsens; dennoch bestätigt es meine These davon, die Piraten seien noch nicht „reif“ genug für den Bundestag (siehe mein Blog), schon, weil sie derzeit noch eine Lobby und keine Partei sind.

        Das Interview wird auch nicht benutzt, um gezielt Popp zu diskreditieren, ein Interview mit diesem Schundmedium ist seit jeher Grund, egal wen zu diskreditieren, und zwar aus gutem Grund.

        Achja, mit der FDP haben die Piraten noch etwas gemein: Beide sind Protestparteien…

  2. #4 von forenwanderer am September 21, 2009 - 12:04

    Ich würde sagen, Ablenkung von der eigenen Inkompetenz anderer politischer Parteien läßt einen beinahe öffentlich unbemerkten Sturm im Wasserglas zum politischen Tornado hoch stilisieren. Wir sollten schnell wieder das Unvermögen der etablieten politischen Kräfte im Lande im Auge behalten, anstatt nach dem Hundehaufen im Vorgarten zu suchen, der noch gar nicht abgeseilt wurde. Im Übrigen dürfte nach der Auffassung derer, die jetzt dieses Interview und besonders überhaupt das Zustandekommen selbigens so scharf kritisieren, niemals eine deutsche Regierung noch ein deutscher Politiker in keinerlei Kommunikation mit Ländern wie China, Nord- Korea oder Iran stehen. Alles andere wäre unter diesem Aspekt der Betrachtung sehr zweifelhaft und deutlich kritisierfähiger als das lapidare Interview.
    Gruß von http://www.guedesweiler.wordpress.com

    Gruß von http://www.guedesweiler.wordpress.com

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