Wachkoma-Patientin bringt Kind zur Welt

… es stand mal wieder im SPIEGEL:

In Erlangen haben Ärzte eine Frau, die in der 13. Schwangerschaftswoche einen Herzstillstand erlitt, 22 Wochen am Leben erhalten um das Kind zur Welt zu bringen.

Folgende Gedanken drängen sich mir da auf:

  • Hat da irgendjemand auch nur eine Minute mal an das zukünftige Kind gedacht, das ja dann wohl entweder mit einer toten oder vegetativen Mutter und einem Vater mit einem seelischen Knacks (wenn es überhaupt einen gibt …) aufwachsen wird?
  • Die psychische und gefühlsmässige Entwicklung eines Kindes startet ja nicht erst dann, wenn es nach der Geburt einen Klaps auf den Hintern bekommt, damit es schreit und das Atmen anfängt.
    Ich nehme an, daß sich die wohl eher geruhsame Zeit zwischen der 13. und 35. Schwangerschaftswoche negativ auf diese Entwicklungen des Kindes auswirken wird.
  • Was geschieht / bzw. geschah nach der Geburt mit der Mutter?
    Wurde sie einfach abgeschaltet, wird sie weiter künstlich am Leben gehalten?

    und, nicht zuletzt:

  • Ist so etwas wirklich nötig? Ich habe den Verdacht, daß die Ärzte da ihre Berufsethik ein wenig grosszügig auslegen.
    • Eine Frau 22 Wochen künstlich am Leben erhalten kostet ja auch keinen Pappenstiel.
    • Wer sich noch wundert, wo die ausufernden Kosten unseres sogenannten „Gesundheits“-Systems herkommen, findet in dem Artikel den ein oder anderen Hinweis
Ja, ich bin auch dagegen, einer 95-jährigen Oma noch eine neue Hüfte zu verpassen, ich selbst würde mich in dem Fall lieber einfach in den Rollstuhl setzen und die letzten Tage geniessen, anstatt mich so einer Tortur zu unterziehen. Ich habe solchen Operationen schon zwecks verschiedener Versuche, den Operateur per Maschinenhilfe zu entlasten und so die Prognose sicherer zu machen, gesehen; sowohl live als auch auf Tape und ich sage Euch, das ist ein Gemetzel.
Das Bein auf der betreffenden Seite ist, bis die künstlichen Gelenkteile drin sind, quasi komplett ab, nur die lebensnotwendigen Anschlüsse sind noch „online“.

Der einzige Trost, der mir bleibt, ist der, daß die Amis da noch krasser drauf sind. Da wird sogar eine Frau, die während sie schon hirntot ist und künstlich am Leben gehalten wird, bei einer Vergewaltigung geschwängert und die Ärzte „tragen“ ihr das Kind aus. Ganz gross.

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