Utah/USA: Gesetz „verbietet“ CO2 nachteilige Auswirkungen auf das Klima

(Update: angeregt durch die Kommentare von „multiverus“ habe ich mich mal eingehender mit dem Thema „Resolution / Gesetz“ auseinander – äh – gesetzt, insbesondere was den „Sinn“ und den „Zweck“ solcher Resolutionen bzw. (wenn es denn mal welche sind) Gesetze angeht. Es erscheint in absehbarer Zeit ein „Artikel“ von mir in diese Richtung; hier schonmal danke an „multiverus“ für den Denkanstoss.

Da ich mir aber vorgenommen habe, in der Vergangenheit geschriebene Artikel nicht meinem aktuellen Meinungs-/ Wissensstand anzupassen – ich bin ja nicht Big Brother – bleibt der Artikel hier so stehen, bis auf eine Korrektur der Fakten, die man aber nachvollziehen kann.)

Hier also zum Originalartikel …

Ich habe ja schonmal über US-Amerikanische Gesetze abgelästert, hier ist noch ein Schmankerl über das ich bei Fefes Blog gestolpert bin:

Im US Bundesstaat Utah (offiziell der republikanischste Staat der ganzen USA) ist mit 56:17 (das ist ja mal ’ne satte Dreiviertel-Mehrheit … sauber) ein Gesetz eine Resolution verabschiedet worden, das die folgendes zum Inhalt hat (eigentlich wollte ich mehrere Punkte kommentieren, aber Ihr solltet selbst lesen):

29 WHEREAS, global temperatures have been level and declining in some areas over the
30 past 12 years;
31 WHEREAS, the „hockey stick“ global warming assertion has been discredited and
32 climate alarmists‘ carbon dioxide-related global warming hypothesis is unable to account for
33 the current downturn in global temperatures;

Da wird also mal eben per Gesetz festgelegt, daß:

  • die globalen Temperaturen in den letzten 12 Jahren konstant bis fallend sind,
  • die „Hockey Stick“ Kurve diskreditiert ist und
  • die Hypothese der CO2-korrelierten globalen Erwärmung nicht das aktuelle Absinken der globalen Temperaturen erklären kann.

Ich will hier die Validität der „Fakten“ gar nicht kommentieren (da habe ich natürlich meine Meinung zu und werde die auch zu gegebener Zeit kund tun), es geht mir nur darum, wie bescheuert ich es finde, sowas per Gesetz „festzulegen“. Waren die in Utah das nicht auch mit π = 3?

Der Guardian schreibt:

The measure, which passed by 56-17, has no legal force, though it was predictably claimed by climate change sceptics as a great victory in the wake of the controversy caused by a mistake over Himalayan glaciers in the UN’s landmark report on global warming.

Angesichts solcher Blöd- bzw. Dreistigkeit wird mir einiges im Zusammenhang mit den USA klarer …

, , , , , , , , , , ,

  1. #1 von multiverus am Februar 22, 2010 - 05:16

    Der Schreiber scheint nur sehr mangelhaft des englischen mächtig zu sein – oder den Text nicht verstehen zu wollen.

    „Utah’s House of Representatives … its political masters have adopted a resolution“ … “

    „The measure, which passed by 56-17, has no legal force“

    Das Repräsentantenhaus von Utah hat also 1) eine RESOLUTION verabschiedet und kein Gesetz, 2) hat diese Resolution keinerlei rechtliche Verbindlichkeit.

    Angesichts der Blöd- und Dreistigkeit, dies als verbindliches Gesetz auszulegen, wird mir einiges im Zusammenhang mit dem Schreiberling klar …

    (um mal seinen letzten Satz aufzunehmen)

    • #2 von Yeti am Februar 23, 2010 - 15:15

      Es trifft eigentlich beides nicht zu: ich bin im Englischen recht bewandert, ich kann es eigentlich besser, als die Sprache das verdient hat, aber selbst im Deutschen ist das ja so eine Sache mit der Sprache der Juristen. Ich glaube etwas in dem Sinne kam auch in dem Artikel vor. Ausserdem habe ich nicht den Anspruch, hier irgendeine Art von „seriösem (Recycling) Journalismus“ zu betreiben, ich will mich hier einfach nur aufregen, egal über was!

      In diesem Sinne: vielen Dank für Deinen Kommentar! 😉
      [Udated wg. sinnentstellendem Typo …]

      • #3 von multiverus am Februar 24, 2010 - 00:19

        Yeti schreibt: „Ausserdem habe ich nicht den Anspruch, hier irgendeine Art von “seriösem (Recycling) Journalismus” zu betreiben, ich will mich hier einfach nur aufregen, egal über was!“

        Immerhin, das ist doch wenigstens ’ne ehrliche Antwort! Gegen das hierzulande beliebte „Ami-Bashing“ ist ja eh jedes rationale Argument vergebens. War also mein Fehler, dass ich diesen Beitrag ernstgenommen habe.

      • #4 von Yeti am Februar 24, 2010 - 16:25

        Gegen das hierzulande beliebte “Ami-Bashing” ist ja eh jedes rationale Argument vergebens.

        Naja, die können gar nicht so doof sein, wie die manchmal erscheinen. Ich nehme an, das beruht auf mangelndem Verständnis der sogenannten amerikanischen „Kultur“ meinerseits.

        Aber mein Blog besteht auch aus Artikeln, die man ernstnehmen kann, wenn man wohlwollend ist.

        War also mein Fehler, dass ich diesen Beitrag ernstgenommen habe.

        Nö, war mein Fehler, dass ich diesen Beitrag nicht als Ironie/Satire/nicht ernstnehmen gekennzeichnet habe.
        Ich gelobe Besserung°!
        Ich werde mal eine neue Kategorie „Ami-Bashing, achtung Ironie!“ anlegen müssen.

  2. #5 von multiverus am März 1, 2010 - 04:43

    Yeti,
    freut mich, wenn meine Kritik dich zur Verbesserung deines Wissenstandes – und damit wohl auch deiner Beiträge – anregt. „Über etwas aufregen“ bleibt „legitim“ – und kann zur Abrundung eines Beitrags eventuell nicht schaden.

  1. Der Papst ist ein seniler Drecksack « Yet(i's) (an)other Weblog

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