Tinnitus – neue Therapiemöglichkeit?

Ich leide (ein wenig) unter (subjektivem) Tinnitus. Es ist wirklich nicht schlimm, aber es nervt schon ein wenig, insbesondere wenn sonst keine Geräusche hörbar sind. Und ich bin nunmal ein Mensch, der Stille eigentlich sehr gern geniesst. Am besten mit leisen Naturgeräuschen im Hintergrund.

Vor ein paar Tagen bin ich über diese Seite beim SWR gestolpert. Seitdem habe ich mir in den Kopf gesetzt, mir meinen Tinnitus selbst „wegzumachen“. Der neue Therapiansatz kostet im Moment noch min. € 3000 und wird von der Krankenkasse nicht übernommen oder bezuschusst.

Modell

Kurz gesagt geht die Therapie von der Tatsache aus, dass der Tinnitus oft genau in den eng begrenzten Frequenzbereichen wahrgenommen wird, in denen die Hörfähigkeit signifikant schlechter als in der Umgebung ist. Es ist von den neuronalen Prozessen her gesehen mit dem Phantomschmerz bei einer amputierten Gliedmaße vergleichbar. Die Neuronen im betreffenden Bereich feuern die ganze Zeit, weil sie keinen oder kaum mehr Input bekommen.

Der Ansatz

Zitat von der Seite:

Die Therapie setzt an den synchron feuernden Nervenzellen im Gehirn an und bringt diese kranken Zellen aus dem Takt. Dazu werden 4 Therapietöne erstellt, die genau auf den jeweiligen Tinnitus des Patienten abgestimmt sind. Zwei Töne liegen in der Frequenz über dem eigenen Ton, zwei darunter. Der Patient hört mit einer Art mp3-Player, dem so genannten Neuro-Stimulator, täglich diese speziell berechneten Töne. Der Tinnitus wird nicht überdeckt, sondern aus dem Takt gebracht und dann kommt die Selbstheilungskraft des Gehirns ins Spiel. Es gewöhnt sich wieder an das gesunde Chaos, die Nervenzellen feuern nicht mehr synchron und der Ton verschwindet.

Das kann ich auch

Einen mp3-Player hat wohl jeder mittlerweile in irgendeiner Manifestation. Ich bin sogar fest davon überzeugt, dass jeder der diesen Blog-Eintrag liest, auf genau diesem Gerät auch mp3 abspielen kann. Und man kann sehr wahrscheinlich auch einen Kopfhörer anschliessen.

Um mich selbst mit den passenden „Therapietönen“ zu versorgen, habe ich angefangen, ein entsprechendes Windows-Programm zu schreiben, welches den Benutzer in die Lage versetzt, die Frequenz, Bandbreite und Lautstärke seines höchstpersönlichen Tinnitus zu ermitteln, passende „Therapie-Töne“ zu erzeugen und sie auch abzuspielen oder als mp3 zu eportieren.

Ich werde versuchen, dieses Projekt ernsthaft voranzutreiben.

Im Gegensatz zu einigen anderen, die ich schonmal irgendwo öffentlich angekündigt habe …

Wenn es die ersten Anzeichen von Funktionalität durchscheinen lässt, werde ich hier über Fortschritte berichten.

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