Vermutlich bescheuert im Strassenverkehr

Ich habe in diesem Artikel mal vorsichtig angedeutet, dass ich eine Vermutung habe, warum so viele Leute so gerne so dicht hinter anderen Leuten, speziell LKW-Fahrern herfahren.

Hmm. Wie soll ich anfangen? Evtl. mit der nicht vorhandenen Fähigkeit der meisten Leute, auch nur die einfachsten physikalischen Zusammenhänge zu verstehen. Weil, Mathe (und Physik ist ja für viele Leute nichts anderes) ist nunmal doof. Viel cooler ist es das neueste iGerät zu haben …

Ich habe mich ca. 1997 mit meiner damaligen Freundin auf dem Flughafen in San Francisco derartig gestritten, so dass wir quasi – obwohl in benachbarten Sitzen sitzend – mit verschiedenen Fliegern die erste Etappe in Richtung Heimat antraten. Der Grund war komplett Banane, ich habe es ihr bis heute nicht beibiegen können, was ihr Fehlschluss war.

Wir waren spät, sehr sehr spät, dran (was – möchte ich im Rückblick behaupten – ebenfalls ihre Schuld war). Nun gibt es ja auf den meisten modernen Flughäfen diese Fliessbänder, auf die man sich stellt um innerhalb des Flughafens von A nach B zu kommen. Und da wir spät, sehr sehr spät dran waren, habe ich mich nicht nur einfach auf dieses Fliessband gestellt, sondern bin zusätzlich noch vorwärts gegangen.

Bekanntermassen (dachte ich damals) addieren sich Geschwindigkeiten in diesem – doch weit von relativistischen Effekten entfernten – Geschwindigkeitsbereich mehr oder weniger einfach so. Also 1+1=2. Simple as that!

Sie so: Boah ey, bleib doch mal stehen!

Ich so: Ich denke, wir haben es eilig!?

Ss: Was bringt denn die Rennerei? Das Band bringt uns doch schneller vorwärts, als wir gehen könnten.

Is: (Stumm, nur gedacht) Jetzt versuch bloss nicht, ihr zu erklären wie man Geschwindigkeiten addiert und dass wir tatsächlich früher am Schalter/Gate ankommen, wenn wir auf dem Band gehen statt zu stehen.

Ich hab’s natürlich trotzdem erklärt. Wir haben bis vor unsere Haustür kein mehr Wort miteinander geredet. 13 Stunden lang.

Lange Rede – langer Sinn:

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass manche Leute nicht in der Lage sind Entfernungen abzuschätzen (es geht jetzt natürlich wieder um’s Autofahren …). Die fahren auf einer kilometerweit überblickbaren Strecke hinter einem Trecker her, weil innerhalb der Sichtweite (5 km oder so) immer einer entgegen kommt. Solche Leute bringen es dann aber tatsächlich fertig, auf einer kurvenreichen, unübersichtlichen Strecke (sagen wir 200 Meter weit einzusehen) das Überholen anzufangen, wenn sie keinen sehen der ihnen entgegen kommt.

Ja, ich kenne tatsächlich mehrere Leute die in dieser Art und Weise Auto fahren. Unnötig zu sagen, dass mich mich nicht mehr zu denen in’s Auto setze, solange ich Herr meiner Sinne bin!

So, und jetzt zum Punkt: Ich habe mich ja in oben genanntem Artikel gewundert, wie man die ganze Zeit so dicht hinter dem Vordermann her fahren kann, wenn man nicht vorhat zu überholen.

Ich bin mittlerweile fest davon überzeugt, dass diese Leute meinen sie wären dann schneller da, wo sie hin wollen. Und nicht nur die 2,5 Sekunden die sie früher da sind als jemand, der 50 Meter Abstand einhält. Nein, ich bin überzeugtm, die meinen auf diese Art und Weise richtig Zeit gutzumachen. So im Minutenbereich bei einer Strecke von vielleicht 10 Kilometern.

Anders kann ich mir dieses Verhalten wirklich nicht erklären …

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