SC Reisebericht – richtige Waffen schießen

Schießen im südlichen Nordamerika

Wir waren einen Abend ziemlich weit auswärts (O-Ton T.: „That’s country country!“) bei einem Bekannten zum (nicht nur) Tontauben-Schießen. Eins vorweg: Alle Teilnehmer waren sehr vernünftig, es wurde auf maximale Sicherheit geachtet, Spässkes-Machen mit Knarre in der Hand hieß automatisch: Heute wird halt nicht mehr geschossen.

Die Teilnehmer

Teilgenommen an der Schieß-Aktion, die auf einem privaten Grundstück von ca. 30 ha (ca. 75 acres) Größe stattfand, haben folgende Leute:

Travis, Mike (Elmer Fudd) und Fabse (vlnr.).

Me, Mike und Fabse.

Fabse, Travis, Mike (pensionierter FBI Kommunikations-Elektroniker, derjenige mit der Entenschießer-Kappe, der aussieht wie Elmer Fudd), John-Boy (Besitzer des Grundstücks und der meisten Waffen, Elektriker), meine Wenigkeit und etwas später noch Troy, der Mann mit dem rosafarbenen Cellphone. Ich fange mit den Fotos also quasi von hinten an, wir waren mit Schießen und Grillen fertig.

Dass Mike und ich den Anschein erwecken, wir würden uns angeekelt voneinander weglehnen ist dem schlechten Timing von solchen Fotos zu verdanken.
Wir kamen ziemlich gut klar. Wir waren gerade mit dem Lachen über einen Witz fertig und wollten der Kamera Respekt zollen, es wurde nur erst ge- äh schossen und dann gefragt: „seid Ihr bald fertig?“. 🙂

Und weil wir John-Boy (wie Redneck ist das denn?) – sozusagen den Veranstalter der Veranstaltung –  bisher noch nicht fotografisch hatten:

John-Boy (links) and author. Foto: Fabse.

Fabse zielt auf Me. Don’t try this at home, kiddies!
Foto: a scared Me!

Ich hoffe, Ihr habt Zeit zum

Das Gelände

Das „Grundstück“ (75 acres, das sind gut 30 ha.) gehört John-Boy (JB), dem auch die beiden klimatisierten Trailer-Homes mit jeweils ca. 70 m² Wohnfläche gehören.

Ich habe da mal versucht, ein Panorama zu machen (anclicken! wie alle Bilder):

John’s Rundumsicht vom Haus weg. Fotos: Yeti, Panorama: Hugin.

Das „Haus“, bestehend aus zwei Mobile-Homes, zusammengenagelt und vollklimatisiert.
Fotos: Yeti, Panorama: Hugin (wie alle).

Das Arsenal

Wir haben von 0.22 (Kleinkaliber?) Revolver über 9 mm Halbautomatik-Pistole und verschieden große Rifles (mit teils selbstgestopften Patronen) bis hin zur Shotgun (Pump-Action und 5-Patronen Halbautomatik) für die Tontauben alles geschossen, was erlaubt war.

Siehe unten. Ich sag‘ nur eins: Aua! Ich hatte drei Tage später noch Muskelkater im Nacken. Dank der Einweisung („press it to your shoulder, hard!“) allerdings keine blauen Flecken.

„Yeti Gone Shootin‘!“ Foto: Fabse.

Keine Ahnung, welches Kaliber die Waffen alle hatten – Experten können es sicher anhand der Bilder identifizieren, die größeren – insbesondere die Shotguns zum Tontauben-Schießen (hier nicht im Bild) – hatten einen ziemlichen Wumms. Meine Fresse. Und das alles legal. Auf private property. Hatte eine Menge Südstaaten-Flair bei gleichzeitig unglaublich entspannter und sicherer Stimmung mit Barbecue und Busch-Light. Das Grundstück war sehr groß (ich glaube, 30 Hektar sind schon ein paar Meter in jede Richtung …), hinter den Targets auf die wir geschossen haben, waren noch der ein oder andere Meter, wo sich kein Mensch aufzuhalten hatte.

Einweisung am Gerät.

Wir wurden jeder Waffe einzeln bekannt gemacht. Wie man sie lädt, wie hoch die Energie ist, wie laut und so weiter. Rückschlag, Sicherheit und der ganze Fackelzug. Dann wurde sie vom Fachmann zur Vorführung geladen und wieder komplett geleert (ohne zu schießen, das sollten und wollten wir schließlich unbedarft … 🙂 ).

Es wurde erklärt, wie wichtig es ist, den anderen Teilnehmern deutlich zu machen, was man gerade vorhat und tut und welchen „Status“ die Waffe hat. Besonders wichtig ist es, „I’m shooting!“ zu rufen, ehe man den Finger an den Abzug legt. Genauso wichtig ist es aber auch, „Stop!“ zu rufen, falls man sich als Zuschauer in einer gefährdeten Situation wähnt. Ich fand das ganze Prozedere ziemlich gut, mir ist einiges klar geworden.

Mein allererster Kontakt im Leben überhaupt mit einer richtigen Waffe war also folgender:

Shaky: erste Zielübungen mit der ungeladenen Rifle auf das gut 200 Meter entfernte (winzige) Target. Dieses Target habe ich bei dieser Übung sogar das ein oder andere Mal im Sucher gesehen …
Man achte auf den Abzugsfinger, der demonstrativ nicht am Abzug liegt. Das war Vorschrift.

Die Schießerei

Vor dem Schießen stand bei jeder Waffe die Einweisung. Wie wird sie geladen, wie wird sie nachgeladen oder macht sie das automatisch, wie verhält man sich wenn es klemmt und wie zeigt man den anderen anwesenden Leuten, in welchem Status/Zustand die Waffe in jedem Moment ist. Diese Einweisungen waren auch der Moment an dem ich anfing, mich einigermaßen sicher zu fühlen.

Me schießt eine dicke Wumme

Das war das größte Kaliber das wir an diesem Nachmittag geschossen haben. Nur die Shotguns für die Skeets (Tontauben) hatten evtl. noch einen härteren Rückschlag. Siehe dazu auch die späteren Fotos.

Last instructions from Mike.

„I’m firing!“

Huch! – äh – bang!

Ok, nochmal.
„I’m firing!“ (Mike: „Srsly?“)

BÄNG! Heidewitzka, was für ein Rückschlag! Fotos: Fabse.

Fabse schießt dicke Rifle

Letzte Vorbereitungen …

Das folgende Video wird erst ab 0:40 interessant, anfangs klemmt das Dinges:

Die ganzen Übungsschüsse von der kleinsten Waffe an aufwärts habe ich einfach mal weggelassen. Ich will ja schon noch diese Woche mit dem ersten Teil fertig werden.

— Fortsetzung (An-Tontauben-Vorbeischießen) folgt! —

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