Es tut weh …

Seit gestern Mittag habe ich ein riesen Loch im – ja wo eigentlich? Herz ist albern, Leben ist zu weit gegriffen.

Mein Simba ist gestern mittag gestorben. Einfach so.

Gegen 5:00h Samstag morgen werde ich vom Geschrei meines Katers wach. Er liegt unter dem Bett und schreit. Und schreit. Und schreit. Dann kommt er unter dem Bett hervor, er zieht sich mit den Vorderpfoten über den Teppich und zieht die Hinterbeine und den Schwanz hinter sich her. Seine gesamte hintere Körperhälfte war eisekalt, es waren aber keine Verletzungen erkennbar.

Und er schreit. Und kann den Kot nicht mehr halten. Als ich ihn in den Transportkorb gelegt habe, hat seine hintere Hälfte wie eine lauwarme Fleischwurst nach unten gehangen.

Um 5:30 war ich in der Tierklinik. Um 6:00 war er narkotisiert, damit er geröntgt werden konnte. Ergebis: Nix. Wirbelsäule IO, Becken IO, nicht ein Knochen gebrochen, die Krallen intakt. Also kein Autounfall. Sondern eine Thrombose. Die Tierärztin hat ihn an den Tropf angeklemmt, um evtl. den Propf aufzulösen. Sie sagte mir aber schon, dass die Chancen nicht besonders gut stehen.

Sie meinte auch, dass er wohl eine ziemlich schmerzhafte Stunde hinter sich hatte. Er hat eine Dosis an Narkosemittel gebraucht, das „einen Schäferhund schlafen“ gelegt hätte.

Um 12:00 ruft mich die Tierärztin an und sagt, dass er tot ist. Er wäre sehr wahrscheinlich an einer Lungenembolie gestorben, die durch den zur Hälfte abgeklemmten Blutkreislauf mit-verursacht wurde. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich ihm in dem Moment als er schreiend unter dem Bett hervorgekrochen kam, den Hals umgedreht. Er hat zwar nur ca. 1 Stunde wirklich gelitten, aber es musste wirklich nicht sein, dass er noch mal aus der Narkose aufwacht, nur um noch einmal zu schreien und dann zu sterben, oder? Und ich war noch nichtmal dabei, als er gestorben ist. Das hatte ich ihm fest versprochen.

Und er war erst neun oder zehn Jahre alt. Überall wo ich im Moment hingucke, vermisse ich ihn. Er hat jede Nacht bei mir im Bett (meistens auf meinen Füssen) gelegen. Er war so warm und weich, total verkuschelt. Er hat mich morgens geweckt, indem er den Nachttisch leerräumte, wofür ich ihn hätte schlachten können. Wenn ich Nachmittags auf dem Sofa eingeschlafen bin, bin ich zuverlässig mit Simba auf dem Bauch oder im Arm wieder wach geworden. Ich vermisse ihn so. Und Karlo vermisst ihn anscheinend auch so langsam. Der läuft hier schnuppernd rum und sucht ihn anscheinend …

So, und jetzt gehe ich wieder in’s Bett und werde nochmal ziemlich ausgiebig Flennen …

Und nein, Fabse, ich mache keinen Unfug! Danke für alles.

  1. Kleine, wichtige Rituale | Y371

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