Woah, das ist schnell!

Es gibt Lebewesen, die bewegen sich nicht nur relativ gesehen – also bezogen auf die Körpergröße/-Länge – sehr schnell, sondern auch absolut. Der Wanderfalke erreicht nachgewiesene 140 km/h (knapp 40 m/s!) beim Jagen. Das ist nicht nur absolut schneller als z.B. der Gepard (knapp 95 km/h, also gut 25 m/s – eins meiner Lieblingstiere). Bezogen auf die Körperlänge (40 cm mit Schwanz zu 2.5 m beim Gepard, ebenfalls mit Schwanz) „macht“ der Falke also 100 Körperlängen pro Sekunde und der Gepard „nur“ 10.

Dann gibt es noch ein paar Fische, die gehen im Wasser ähnlich voran, wie der Gepard. Der Fächerfisch (wie der Gepard ca. 2,5 m lang) erreicht (unter Wasser!) ähnliche Geschwindigkeiten, wie der Gepard in der Steppe. Thunfische, Marlin und ähnliche müssen da nicht sonderlich zurückstecken.

Und natürlich gibt es Maschinen (bzw. von Maschinen abgefeuerte Projektile), die mehrere 100 „Körperlängen“ pro Sekunde zurücklegen. Ich denke da an Jagdflugzeuge, Schusswaffen und Raketen.

Jetzt haben ein paar Jungs und Mädels von der Rice University ein „Nano-U-Boot“ „gebaut“, was alles bisher dagewesene in den Schatten stellt. Es bewegt sich bei Bestrahlung mit UV-Licht „von selbst“ durch verschiedene Flüssigkeiten.

Das Nano-U-Boot ist (in meinen Augen) eigentlich „nur“ ein organisches Molekül (es besteht aus 244 Atomen, die zu einem großen Teil in organischen Ringen und Ketten angeordnet sind). Es hat aber mehrere sogenannte „Funktionszentren“. Vorneweg das „Headlight“, welches rot leuchtet, wenn UV-Strahlung darauf fällt. Damit haben die Wissenschaftler das U-Boot durch die Flüssigkeit „verfolgt“. Daneben gibt es eine Reihe von Doppelbindungen, die durch UV-Licht aufgebrochen werden und sich dabei um 90° in eine definierte Richtung verdrehen. Kurz nach diesen 90° gibt es aber anderswo einen stabilen Zustand, in den sich der Strang dreht; dadurch entsteht „anderswo“ wieder eine Doppelbindung und das Spiel kann von vorne losgehen.

So kommt der „Propeller“ auf ca. 1 Mio. Umdrehungen pro Minute und das um die 10 nm (Nanometer, millionstel Millimeter) große „U-Boot“ bewegt sich mit bis zu 2 cm/s durch die Flüssigkeit. Bezogen auf die Größe des „Geräts“, sind das 2 Mio. Körperlängen pro Sekunde. Und das durch ein – aus Sicht des Moleküls – hochviskoses Medium.

20000 mal „schneller“ als ein Falke.

Einen genaueren Artikel mit Quellen gibt’s hier

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