Archiv für die Kategorie Auto

7,5 l/100 km?


Öhm. Das glaube ich erst an der Tanke.

Der (mein neuer alter) Z4 ist schon ein – hmm – seltsames Auto. Zeigt gerade nach knapp 130 km nach dem Tanken einen bisherigen Durchschnittsverbrauch von – hinsetzen – 7,5l / 100 km an (angegeben sind nach damaligem (2005) Prüfzyklus 9 l/ 100 km). Ich vertraue dem Bord“computer“ da noch nicht ganz, aber die letzten Vergleiche mit der tatsächlich getankten Menge (immer an der gleichen Tanke, an der gleichen Säule, damit die Automatik so gut wie möglich den Zapfhahn immer bei der gleichen Füllmenge schließt) haben eine Abweichung von weniger als 0,3 l/ 100 km ergeben. Bisher habe ich aber nicht einmal unter 9 l/ 100 km gebraucht. Auch mit den Winterreifen nicht.

„Er“ hat auch die Tage nochmal die „Schaltstrategie“ im D-Modus geändert. Was ich besonders spooky finde ist, dass er reproduzierbar 20 Meter vor einem Ortsschild einen Gang runter schaltet. Außerdem dreht er die niedrigeren Gänge jetzt auch bei wenig Gas ein wenig weiter aus, so bis vielleicht 3500/min, macht aber jetzt bei gleichmäßiger Geschwindigkeit wieder früher die Wandler-Überbrückungs-Kupplung zu, so dass ich manchmal im Berufsverkehr auf der Landstraße mit 1500/min ohne Wandlerschlupf unterwegs bin. Insgesamt schaltet er selbsttätig im Schubbetrieb so weit runter, dass die Geschwindigkeit gleich bleibt und am besten noch die Schubabschaltung greift (ca. 2000/min). Ich kriege das Ding noch so weit, dass er anfängt zu rekuperieren! (kleiner Scherz!)

Und wenn ich mir die gefahrenen Kilometer und die Reichweitenanzeige angucke könnte das bei dieser Tankfüllung klappen mit unter 8 l / 100 km. Dann melde ich mich auf Spritmonitor an. 😉

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Bescheuert im Straßenverkehr


Aus der beliebten Reihe …

Man muss echt immer mehr aufpassen. 90% aller Straßenverkehrsteilnehmer sind mittlerweile anscheinend komplett bescheuert. Ich zähle mich (wie die anderen 90% auch) zu den überdurchschnittlich gut fahrenden 10%. Ob das wirklich so ist, könnte wahrscheinlich nur ein außenstehender Sachverständiger klären. Ich fahre aber seit diversen Jahrzehnten unfallfrei (zwar 2 Autos eigenhändig zerlegt, aber ohne andere geschädigte Fahrzeuge oder Personen) und bin somit auf 27% bei der Haftpflicht, nach schätzungsweise einer Mio. gefahrener Kilometer. Man möge sich also ein erstes Bild machen.

Heute hatte ich (mitten im Berufsverkehr) folgende Situation:

Ich komme nach Hause, muss noch einmal links von der Bundesstraße auf die Straße einbiegen, die direkt in mein Dorf führt. Das ist eine Bundesstraße mit einer Fahrspur für jede Richtung, keine bauliche Trennung, durchgezogene Mittellinie und im Kreuzungsbereich gibt es eine Linksabbiegespur, in der Gegenrichtung einen Sperrstreifen und natürlich das implizite Überholverbot. Aber keine Geschwindigkeitsbegrenzung in keine Richtung und auch kein Stop-Schild, wenn man auf die Bundesstraße einbiegen will. Man kann ja in jede Richtung weit genug sehen.

Berufsverkehr. In jede Richtung alle 30-50 Meter ein Auto, unterwegs mit gut 100 km/h.

Während ich auf der Abbiegespur langsam rolle kommt mir ein Q7 entgegen, mittlerweile eine gute halbe Fahrzeugbreite auf dem Sperrstreifen und driftet immer weiter nach links. Ich kann nicht mehr weiter nach rechts, weil dort auch der Verkehr weiter läuft. Ein entgegen kommendes Auto hört keine Hupe, also betätige ich die Lichthupe. Mehrfach, schnell hintereinander, manchmal lange.

Dann passiert innerhalb einer Sekunde etwa folgendes:

  • Derjenige der darauf wartet, dass er endlich nach links auf die Bundesstraße einbiegen kann, interpretiert meine Lichthupe als „Du kannst fahren, ich lasse Dich vor“.
  • Er fährt los (wie bescheuert kann man sein?)
  • Ich latsche volle Kanne in die Eisen (hoffentlich ist keiner hinter mir).
  • Der Q7-Fahrer bekommt offensichtlich auch wieder etwas mit und weicht heftig nach rechts aus, verfehlt sowohl den unbedarften Einbieger als auch mich nur um Sackhaaresbreite.
  • Ich biege ab. Mir wird schlecht.

Es ist NICHTS passiert. Aber ein auch nur um Zehntelsekunden verschobenes Timing, und es wären mindestens fünf bis 10 Autos in eine Massenkarambolage verwickelt gewesen. Und nicht nur mein neuer, alter, schöner Z4 wäre wahrscheinlich nur noch ein paar €-Cent pro Kilogramm wert gewesen.

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Huch, das war ja einfach


Ich habe mir gerade ein neues (gebrauchtes) Auto gekauft.

Früher brauchte man zum Anmelden eine sogenannte „Deckungskarte“ von der Versicherung, bei der man den Wagen versichern wollte. Bei der Versicherung, wo ich den Wagen versichern will, habe ich also angerufen. Die Dame hat mir eine Nummer genannt, mit der ich den Wagen zulassen kann, wenn ich die Papiere habe.

Dann habe ich im Internet nachgeguckt, ob „mein“ letztes Kennzeichen (ich hatte jetzt seit vier Jahren kein Auto mehr auf mich angemeldet) noch mir zugeordnet ist. Das hat den Vorteil, dass ich mir einen Haufen Rennerei für die Schilder sparen könnte. Dabei entdecke ich den Reservierungs-Service für Wunschkennzeichen, offiziell vom Amt. Es war mir nicht mehr zugeordnet (gilt nur für drei Jahre, ich hatte damals auf die Frage, „wollen Sie das Kennzeichen für das nächste Auto behalten?“ mit ja geantwortet). Aber es war noch frei (was mich eigentlich wundert, weil das Kennzeichen seit dem Skoda Yeti anscheinend recht beliebt ist, mir ist das schon in verschiedenen Kombinationen außer halt meiner begegnet) und ich habe es für die nächsten 60 Tage für mich reserviert. Es kam per Webseite ein Code und eine Zulassungsnummer, die ich der Zulassungsstelle nennen kann, damit sie mein Kennzeichen wieder verwenden. Super, kann ich mir das Schilder-besorgen und nochmalige Anstehen auf dem Amt sparen!

Und: ich habe gerade bei einem Rückruf von der Versicherung erfahren, dass ich auf 27% bin (SF20). Wird also gar nicht so teuer. Mit Teilkasko ohne Selbstbeteiligung ca. 650€.

Ach so, das ist mein „Neuer“ (nein, nicht der auf dem Bild, aber genau der gleiche, gleicher Motor, gleiche Farbe, gleiche Felgen, …), der ist zwar ca. 10 Jahre alt, hat aber tatsächlich nur 53400 km gelaufen, was man auch sieht (nein, es ist NICHT der auf dem Bild, der hat mehr gelaufen).

Es ist ein BMW Z4 2.2i (Reihensechszylinder, 170 PS, Automatik):

z4

Von M 93 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15637687

Am Donnerstag werde ich ihn zulassen und am Freitag hole ich ihn mittags aus der Werkstatt ab, weil er noch frischen TÜV kriegt.

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Musik und (nicht funktionierende) „Nebentätigkeiten“


Ich bin ein Mensch dem Musik sehr wichtig ist, sie hat daher einen entsprechend großen Anteil an meinem Leben.

Heute morgen auf der Fahrt zur Arbeit ist mir bewusst geworden, welchen – buchstäblich! – riesigen Raum die Musik auch in meinem Kopf einnimmt. Es gibt nur wenige Tätigkeiten, die ich ausführen kann während ich bewusst Musik höre:

  • Musik hören (duh!) und/oder vielleicht noch das dazugehörige Video (mit Video meine ich hier „Konzertmitschnitt“, also eher sowas, oder sowas, auf gar keinen Fall sowas) gucken. Wobei ich dann dazu neige dem Gitarristen/Bassisten/Schlagzeuger/Keyborder/Harfenspieler auf die Finger bzw. Füße zu schauen, was mich von der eigentlichen Musik ablenkt und meine Aufmerksamkeit auf das betreffende Instrument beschränkt.
  • Einfache, mechanische Tätigkeiten wie Laufen/Gehen, Betten machen, Schuhe zubinden, Kochen, Autofahren. Alles das was funktioniert, ohne dass man großartig „nachdenken“ muss. Aktivitäten, die nur durch das Bewusstsein angestoßen werden („Schuhe zubinden! Jetzt!) und dann komplett vom Mustergenerator in der Kleinhirnrinde „erledigt“ werden. Erfordert die betreffende Tätigkeit dann aber erhöhte Aufmerksamkeit (heikle Verkehrssituation, anbrennendes Essen, Schubendel reißt oder ein Finger ist taub, weil eingeschlafen, …) tritt die Musik komplett in den Hintergrund. Morgens zur Arbeit fahren geht normalerweise komplett ohne dass ich mir bewusst irgendwelche Gedanken über die Fahrt zur Arbeit mache(n muss).

Alles, was aktives Nachdenken erfordert, also z.B. meine Arbeit, funktioniert nicht zusammen mit Musik. Oder ich kriege von der Musik nichts mehr mit.

Die Situation heute morgen war folgende. Ich habe gestern dieses Video auf youtube entdeckt, die Melodie um die es mir geht, läuft im Intro und kommt bei ca. 1:10 nochmal, diesmal etwas „genauer“ (Neusprech: 2.0):

Im Radio lief „Faded“ von Alan Walker (wuss? ich dachte bisher, das singt ein Mädel) – wie übrigens jeden Morgen und jeden Nachmittag, ich weiß gar nicht, warum ich mir sowas noch antue –  und mir ging (visuell, die Synchronscheibe des Scanners bei 1:10 war es) dieses Video durch den Kopf. Deswegen versuchte ich, während im Radio dieser Song lief, mich an die Melodie des „Imperial March“ zu erinnern (dääää-dääää-dää–duu-di-dääää… usw.).

Es ging um’s Verrecken nicht! Weder der Rhythmus, noch die Melodie kamen mir in den Sinn. Ich habe es noch ein paar 10 Sekunden lang bewusst versucht, es wurde aber nichts draus. Und vom Autofahren habe ich in diesen Momenten auch nichts richtig mitbekommen. In dem Moment wo ich das Radio ausschalte, geht es in meinem Kopf „dääää-dääää-dää–duu-di-dääää…“ usw.

Wenn ich jetzt, mit der frischen Erinnerung an diese Melodie, mir genau dieses Lied („Faded“, wie kann man eigentlich mit sowas Geld verdienen?) anhöre, habe ich übrigens keinerlei Probleme, mir den „Imperial March“ auch akustisch vorzustellen, wobei dann aber auch wieder die gehörte Musik komplett in den Hintergrund des Bewusstseins tritt.

Ob es auch dann noch (und auch bei anderen Liedern) funktioniert, wenn ich morgen früh nicht mehr aktiv den Imperial March im Ohr, bzw. Kopf, habe, kann ich jetzt noch nicht sagen. Das tue ich dann morgen. Oder die Tage. 😉

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Geblitzt


… irgendwo im „Bergischen“.

Unübersichtliche Strecke, die ganze Zeit 70, 80, 50, 60, je nach Gelegenheit. Und die ganze Zeit so einen Wichser mit seinem fetten Jeep hinter mir. Drängelt. Kennt sich aus. Weiß, wo die Blitzer stehen, wie mir hinterher klar wird. Kann aber nicht überholen, weil es einfach nicht geht.

Wenn ich die ganze Zeit von hinten bedrängelt werde, wo 60 oder 70 km/h Höchstgeschwindigkeit gilt, läuft das bei mir anscheinend darauf hinaus, mich bis auf 10 oder 20 km/h über dem erlaubten Limit einzulassen. Alleine um den Abstand zum Hintermann (der wirklich nervt mit seinen 5m) zu vergrößern.

Auf einmal bemerke ich im Rückspiegel, wie er zurückfällt, ich gucke nach vorne und schaue stracks in einen Stationärblitzer. 60 km/h erlaubt. Ich knapp Achtzig auf der Uhr; Flash!. Danach überholt er mich. Ich könnte kotzen. Ich werde an der Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen noch mehr arbeiten.

Drängeln muss mir egal werden. Sollen doch die anderen kotzen!

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Bescheuert im Straßenverkehr: es wird mir schlecht.


Liebe Automobilindustrie bzw. liebe Beleuchtungszulieferer der Automobilindustrie,

könntet Ihr bitte mal Eure Entwicklungsabteilungen anwerfen und denen sagen, sie sollen LED-Scheinwerfer und -Lampen bauen, die nicht flackern?

Ich weiß, dass ich nicht der einzige bin, der mit dem Geflacker Probleme hat, aber das wird ja immer schlimmer anstatt besser. Zuerst haben nur die Rücklichter einiger Nobelkarossen geflackert. Dann hatte jeder popelige Pöschoh flackernde LED-Rücklichter und mittlerweile gibt es kaum noch einen Neuwagen, der nicht hintenrum flackert.

Da hätte ich mich fast noch dran gewöhnen können. Aber mittlerweile geht das Geflacker auch an der Frontseite los. Zuerst waren es nur die Lichterketten vorne an den Audis, dann bei Mercedes und jetzt sogar die „Angel-Eyes“ bei BMW. Gestern ist mir das erste Mal eine S-Klasse mit offensichtlichen LED-Frontscheinwerfern entgegengekommen.

Wollt Ihr mal wissen, wie das für mich ist? Da könnte ich genauso gut versuchen, in der Disco mit Stroboskop-Licht Hubschrauber zu fliegen.

Tagsüber geht das ja noch. Aber des Nachts, am besten noch mit Regen dabei, bin ich zuerst irritiert, dann kriege ich Kopfschmerzen und wenn es mir dann übel wird, muss ich halt rechts ranfahren. Ich denke nach dem Übelwerden kommt dann der epileptische Anfall (nein, ich habe noch keinen gehabt), wenn ich weiterfahre.

Meine 5 Watt Wohnzimmerglühbirne flackert doch auch nicht. Das muss doch irgendwie machbar sein?

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Mein erster Geisterfahrer


Ui. Bisher habe ich von Geisterfahrern nur aus den Nachrichten erfahren.

Gestern habe ich den ersten selbst erlebt. Naja, fast. Wenn er, unterwegs auf einem ca. 200 cm³ – Roller, es nicht gemerkt hätte, dass er versucht, über die Ausfahrt von einer Bundesstrasse (2/1-spurig, B255 kurz vor Montabaur) auf eben jene Bundesstrasse aufzufahren … ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn nicht doch zumindest gestreift hätte.

Er hat es vor mir kapiert und ist direkt rechts ran.

Ich kann mir zwar nicht vorstellen, wie man in der falschen Richtung auf diese Spur gelangen kann, ohne komplett komatös zu sein, ich muss dem Rollerpiloten aber zugestehen, dass er wesentlich schneller reagiert hat, als ich! Respekt.

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