Beiträge getaggt mit Kirche

Pharyngula bringt es auf den Punkt


PZ Myers bringt es mal wieder besser auf den Punkt, als ich es jemals könnte:

The Catholic church’s problem is not that people are unaware of them; as the largest single Christian denomination, Catholicism has name brand recognition. Their problem is that people know all about the Catholic church, and they run away screaming from it.

Die Kirchen, speziell die katholische, die sich ja für die einzig wahre und heiligste Kirche von der Welt hält, sind immer noch der Meinung, ihre Mitglieder würden so langsam aber sicher weniger und wahrscheinlich in zwei, drei Generationen komplett verschwinden, weil die Menschen die Kirche nicht genug „kennen“ würden, bzw. die Kirche sich öffentlich nicht vehement genug zeigt und darstellt.

Dass die Leute, wie PZ Myers schreibt, mittlerweile so viel über die Kirche(n) wissen, dass sie genau deswegen „schreiend vor ihr weglaufen“.

Ich hoffe, die werden das irgendwann kapieren.

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PID


Mir geht dieses Hickhack um die PID-Gesetzgebung auf den Sack, sprichwörtlich.

Zuerstmal, zur Klarstellung meine Position zur PID:

Erlauben, und zwar uneingeschränkt.

Allerdings:

Niemand anders als die Eltern in-Spe haben das Recht der Entscheidung. Sie müssen sich:

  1. Freiwillig dagegen entscheiden können, also keine PID, d.h. zufällige bzw. „natürliche Selektion“ – um mal diesen bösen Begriff in’s Spiel zu bringen.
  2. Gegen den Rat des betreuenden Mediziners entscheiden dürfen. Sich also auch bewusst für ein womöglich geschädigtes Kind entscheiden.
  3. Wenn zukünftige, gesunde Eltern sich den Luxus leisten können, sollten sie sich auch ein blauäigiges, blondes, sehr gesundes, hochgewachsenes, intelligendes Kind aussuchen dürfen. Es muss aber (siehe 1-2) gewährleistet sein, dass keine „übergeordnete Instanz“ (also kein Staat und auch kein Gott, auch kein halber in Weiss) den Eltern vorschreibt, was sie zu wollen haben.

Die weitere Ausgestaltung würde ich dann den Politikern überlassen. Ohne zusätzliche „Ethik“-Kommision.

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Der Papst ist ein seniler Drecksack


… oder er lügt wie gedruckt.

Als er jetzt in den UK war (oder noch ist? wen interessiert’s schon), hat er mal wieder den „säkularen Atheismus, wie ihn die Nazis durchsetzen wollten“ für alles Böse in der Welt verantwortlich gemacht.

Insbesondere frage ich mich, ob er schon vergessen hat, daß er mit 14 in die Hitlerjugend eingetreten ist? Ach so, daß musste man ja damals. Ging ja nicht anders, wenn man was werden wollte. Und das wollte er ja schliesslich, er ist in seinen Augen sogar richtig was geworden, mehr geht in diesem Leben ja nicht mehr … Daß er aber nur der Oberkasper eines zur Disposition stehenden Alte-Männer-in-Frauenkleidern Vereins ist, hat er noch nicht gerafft.

Hat er nicht das „Gott mit uns“ auf den Koppeln der Wehrmachtssoldaten gesehen? Er ist ja schliesslich selbst aktiv im 2. Weltkrieg im Dienst gewesen, bevor er desertiert ist. Daß er desertiert ist, das wusste ich bisher noch nicht. Dafür hat er meinen Respekt, der „Feigling“.

Bitte lest Euch den Artikel bei der BBC selbst durch, bevor Ihr meinen kommentiert, der ist wirklich einigermassen ausgewogen, finde ich (der von der BBC, meiner natürlich nicht). Der Papst kommt nicht unnötig schlecht weg, aber er kriegt sein verdientes Fett ab, das Arschloch.

Zum Beispiel hat er in seiner Ansage noch gemeint:

In his view, religion was being subordinated to a political ideology that he considered „tyrannical, brutal and cruel“.

… aber nicht atheistisch sondern Gottgläubig und Pseudo-religiotisch, möchte man ergänzen. Er hätte wahrscheinlich lieber gesehen, die Nazis hätten unter dem Pantoffel des Vatikans gestanden, also anders rum. Dann hätte man sich deren „Verdienste“ ja evtl. zu Eigen machen können.

Boah, wie mich dieser Verein mittlerweile aufregt!

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Gott, Allah und die Frauen


Gott, Allah und die Frauen: Diskriminierung im Namen des Herrn?

Gäste: Michael Schmidt-Salomon, Ellen Ueberschär, Heide Simonis, Gabriele Kuby, Lamya Kaddor

(Im Publikum unter anderen Armin Müller-Stahl)

Die letzte Phoenix-Sendung „Tacheles“, auf Youtube, zusammengestellt vom Blasphemie-Blog.

http://blasphemieblog.wordpress.com/2010/05/24/gott-allah-und-die-frauen/

Hier sind meine Kurz-Charakterisierungen (in der Reihenfolge meiner maximalen Überraschung):

  • Heide Simonis
    Die ist ja erfrischend areligiös, hätte ich nicht gedacht. Ausserdem ist sie ein gebranntes Kind: katholisch erzogen in einer zwangsweise evangelischen Familie in einem evangelischen Umfeld. Schlimm, das. Hat aber sie immerhin zum Nachdenken angeregt, diese (unglückliche) Konstellation.
  • Lamya Kaddor
    Hmnja, überrascht hat sie mich, weil sie so schön theologisch-bizarr argumentieren kann; Widersprüche werden einfach weg-geglaubt. Wahlweise per „war ja früher alles anders“ (im Sinne von: „früher war eine Lösung für Eheprobleme, seine Frau zu schlagen, das muss man natürlich heute anders sehen“) oder per Ordre de Mufti („isso“, „steht so im Koran“, …). Obwohl sie eigentlich eine aufgeklärte Person zu sein scheint …
  • Michael Schmidt-Salomon
    Überrascht mich immer wieder. Wie kann der – umzingelt von so viel hohlem Gelaber und Geschwurbel – seine Contenance bewahren und immer nur lächeln? Maximal wird mal mit dem Kopf geschüttelt. Der bleibt selbst dann noch gelassen, wenn man ihm so dreist das Wort abschneidet, wie in dieser Sendung leider mehrfach geschehen.
  • Ellen Ueberschär
    Kannte ich vorher nicht. Es hat mich nur überrascht, daß sie jetzt die definitiv zweite weibliche evangelische Führungspersönlichkeit ist, für die die Bezeichnung „Dampfplauderer“ eine kokette Untertreibung ist. Die andere ist diese unsägliche Käßmann … Scheint intelligent zu sein, ich frage mich, warum sie trotzdem so heftig an Gott glaubt?!
  • Gabriele Kuby
    Überrascht mich nicht im Geringsten. Eine erz-katholische Schnepfe muss so sein, sie ist das offensichtlich auch gerne. Wer sich bewusst für den Katholizismus entscheidet und diesem Verein aus freien Stücken beitritt, kann nicht alle Kirschen im Glas haben, um es mal gelinde auszudrücken.

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Gedanken zur Missbrauchsdebatte


Es gibt leider keine Videos zum Artikel. Das war eigentlich geplant (und auch schon geschnitten). Aber mir ist bei der Aufnahme aus bisher unbekannter Ursache der Ton entglitten, der bewegt sich frei zwischen 5 Sekunden zu früh und zu spät, das kann man echt keinem antun, deswegen nur der Link auf das ZDF-Original-Video! Dafür gibt’s Screenshots.

Zur Sendung Maybrit Illner Spezial im ZDF am 22.04.2010. Ich hoffe das ZDF verzeiht mir, dass ich youtube als verlängerte Mediathek benutze, denn dDas ZDF wird diese Sendung demnächst löschen (müssen). Solange das ZDF das noch nicht getan hat, hier der direkte Link zur kompletten Sendung (DSL 2000+) im ZDF:

Illner Spezial vom 22.04.2010

… es gibt eine Zeit für alles … (Illner zu Bueb bei Illner)
… das steht schon in der Bibel so … (Niedecken zu Illner bei Illner)
… ich will das jetzt nicht theologisch interpretieren … (Bueb zu Niedecken bei Illner)

Die Gäste der Sendung

Insgesamt eine bemerkenswerte Sendung, wie ich finde.

Es wurde sich ausnahmsweise mal nicht die ganze Zeit gegenseitig widersprochen oder in’s Wort gefallen, die Teilnehmer haben sich erfolgreich bemüht beim Thema zu bleiben und die gestellten Fragen wirklich zu beantworten. Keiner hat sich wie ein Politiker verhalten (ausser vielleicht unsere Familienministerin Schröder, doch zu der später …). Manchesmal wäre ein Moment für Zwischen-Applaus gewesen. Das Publikum hat dann aber meist mehr Takt als ich bewiesen und den Redner ausreden lassen.

Mixa – in absentum (oder wie das heisst)

Ist zurückgetreten. Klar, er hat vorher schon gemeint „ich trete jetzt besser erstmal zurück“, hat das bis vor ein paar Tagen aber offensichtlich anders interpretiert als nun. Gut so. Recht so.

Weiter so, „heilige“ katholische Kirche!

Ein - ich glaube - sich wirklich schämender Jaschke

Jaschke

Ich habe den Hamburger Weih-Bischof Hans-Jürgen Jaschke ja bis vor zwei/drei Wochen noch für einen arroganten Wichser gehalten. Ich war erschrocken, wie alt der in den letzten Tagen geworden ist. Der Mann machte mittlerweile einen eher erschütterten Eindruck und ich glaube diesem Eindruck. Trotzdem ist und bleibt das Problem, daß es ihm und der Kirche mehr um ihr verlorenes „Vertrauen“ als um Wiedergutmachung für die Opfer zu gehen scheint.

Niedecken, auch Opfer

Ein abgeklärter, distanzierter, altersweis(s)er Niedecken

Ich wusste gar nicht, daß der schon vor 20 Jahren ein Buch über sein (und anderer Schüler) Martyrium veröffentlicht hat. Muss ich wohl mal lesen. Er analysiert die Sachlage erfrischend distanziert. Ungeachtet der Tatsache, dass er und seine Schulkollegen damals unglaubliche Sachen haben erleben „dürfen“, wie etwa die angesprochene „Aufklärung“ durch einen bestimmten Pater, wofür man auf dessen Schoss sitzen musste/durfte (statt ausgepeitscht zu werden, was von einigen als „besser so“ empfunden wurde). Und Niedecken ist meiner Meinung nach ein so gefestigter Mensch, weil er sich seinen Frust jahrzehntelang von der Seele gesungen hat. Er hackt auch nicht unnötig scharf auf der Kirche rum, die für seine Misere verantwortlich war. Respekt. Auch Niedeckens Vater hat sehr vernünftig gehandelt damals, was sicher nicht selbstverständlich war.

Hubert Kastner

Hubert Kastner bei Illner Spezial

Hubert Kastner – Opfer Kloster Ettal

In den letzten Tagen mitunter in den Medien als verkapptes raffgieriges Pseudo-Opfer angedeutet (natürlich mit einem Riesen-Fragezeichen und einem aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat von wegen „Entschädigung“ – for the record: es drehte sich um eine „Entschädigung“ in der Höhe, wie diese Jungs sie damals haben leisten müssen – 50 Pfennig, in den 70-ern – um dem Rohrstock zu entgehen). Im geht’s sicher nicht um’s Geld, wie das ein oder andere „renommierte“ Online-Medium meinte vermuten zu müssen. Ich meine die Welt-Online wär’s gewesen, aber nagelt mich bitte nicht darauf fest!

Mir kam er vor, wie ein komplett zerstörter und früh gebrochener Mensch. Er empfindet sich wohl auch selbst so (verständlich), vermutet in der „Erziehung“ im Kloster Ettal die Absicht, die derartig „erzogenen“

… zu brechen … mit was auch immer für einem Ziel vor Augen …
(Kastner bei Illner)

(Ich habe mir übrigens ausschliesslich bei diesem Bild die Arbeit gemacht, das ZDF-Logo wieder in den benutzten Ausschnitt hineinzuflicken …)

Ein um Fassung ringender Bernhard Bueb

Bueb

Der legendäre Pädagoge Bernhard Bueb.
Ehemals Internat Schloss Salem, früher mal 2 Jahre Lehrer unter Gerold Becker an der mittlerweile ebenfalls „legendären“ Odenwaldschule. Er hatte mehrmals sichtlich Mühe, seine Fassung zu bewahren, angesichts der geschilderten Vorfälle und der ganzen bisher in allen Institutionen unter den Teppich gekehrten Scheisse, die jetzt langsam an’s Tageslicht kommt.
Ja ich finde die Ansichten dieses sehr beherrschten Herrn richtig. Und gut. Sogar richtig gut. Wenn ich Kinder in die Obhut eines fremden Menschen geben müsste, der isses. Er zeigt ein sehr ausgewogenes Mass an Selbstkritik, Überblick, Distanz und Involviertheit. Ausserdem kann man ihm ein unter der Nachweisgrenze liegendes (falsches) Betroffenheits-Gehabe bescheinigen. Und das, obwohl er neben der Pädagogie auch Theologie betreibt, die er aber hier konsequent als Be- oder Entschuldigung aussen vor lässt!

Thomas Pfister

Rechtsanwalt, vom Bistum(!) Beauftragter.

Familienministerin Schröder bei Maybrit Illner.

Schröder (Familienministerin)

Kristanna Loken als T-X in Terminator 4.

Von mir eigentlich auch als Mitglied des „Witzfiguren-Kabinetts“ verspottet, machte teilweise auch einen „echt betroffenen“ Eindruck (siehe Links). Sie versteigt sich aber im Laufe der Sendung zu ein paar Aussagen – provoziert von Niedecken – auf die ich sie in Zukunft gerne festnageln werde …

Dazu mehr in einem zukünftigen Artikel! Jetzt langt’s für heute.

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Ohne Worte


– oder die Hass-erfüllten Augen des Herrn …

Regensburger Bischof (DreckDom-Spatzen, wissenschon), seine HochUnwürden von GottDeibels Gnaden, Erhard Ludwig Müller:

Die Hass-erfüllten Augen des Herrn Müller

Die Hass-erfüllten Augen des Herrn Müller

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Geisterfahrertag 2010


Selbst meine Mum (demnächst 68 und daher schon länger Rentner) hat es bemerkt.

Am sogenannten „Weißen Sonntag“, wo die armen Katholenkinder das erste mal „richtiges“ Fleisch essen und „Blut“ trinken müssen, wimmelt es – wie immer – vor Geisterfahrern, weil die armen Katholen- Onkels, -Tanten, -Omas und -Opas das erste mal in ihrem Leben woanders hin fahren müssen als „in die Kirche“, „auf Arbeit“ oder zum Bäcker.

Ich dachte „gehste mal auf die Autobahn, wird ja heute nicht so voll sein“ und wundere mich, dass mein Lieblingssender SWR3 es nicht schafft auch ein einziges Lied fertig zu spielen OHNE dazwischen eine NEUE Warnung vor einem weiteren senilen Falschfahrer melden zu müssen.

Würde mich mal Interessieren, ob es eine Tages-aktuelle GeisterFalschfahrer – Statistik gibt …

In diesem Zusammenhang kommt auch die Debatte wieder (mal) an’s altersweitsichtige Tageslicht, ob man nicht ältere Menschen ab einem gewissen Alter X (was im Moment weder irgendjemand kennt, noch in Zukunft irgendjemand in der Lage sein wird konkreter festzulegen) regelmässig einer Art – nunja, nicht Idiotentest, sondern – MPU zu unterziehen (was ja auf’s gleiche rausläuft).

Ich finde es sollte jeder (evtl. auch mit Nachhilfe seines – so vorhandenen – sozialen Umfeldes) selbst entscheiden, wann es Zeit ist die PappePlastikkarte abzugeben. Man muss nicht immer Gesetze für alles und jedes schaffen, es sollte manchmal auch reichen, an die Vernunft der Leute zu apellieren.

Vielleicht sollten Politiker mal drüber nachdenken …

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