Beiträge getaggt mit LED-Rücklichter

Bescheuert im Straßenverkehr: es wird mir schlecht.


Liebe Automobilindustrie bzw. liebe Beleuchtungszulieferer der Automobilindustrie,

könntet Ihr bitte mal Eure Entwicklungsabteilungen anwerfen und denen sagen, sie sollen LED-Scheinwerfer und -Lampen bauen, die nicht flackern?

Ich weiß, dass ich nicht der einzige bin, der mit dem Geflacker Probleme hat, aber das wird ja immer schlimmer anstatt besser. Zuerst haben nur die Rücklichter einiger Nobelkarossen geflackert. Dann hatte jeder popelige Pöschoh flackernde LED-Rücklichter und mittlerweile gibt es kaum noch einen Neuwagen, der nicht hintenrum flackert.

Da hätte ich mich fast noch dran gewöhnen können. Aber mittlerweile geht das Geflacker auch an der Frontseite los. Zuerst waren es nur die Lichterketten vorne an den Audis, dann bei Mercedes und jetzt sogar die „Angel-Eyes“ bei BMW. Gestern ist mir das erste Mal eine S-Klasse mit offensichtlichen LED-Frontscheinwerfern entgegengekommen.

Wollt Ihr mal wissen, wie das für mich ist? Da könnte ich genauso gut versuchen, in der Disco mit Stroboskop-Licht Hubschrauber zu fliegen.

Tagsüber geht das ja noch. Aber des Nachts, am besten noch mit Regen dabei, bin ich zuerst irritiert, dann kriege ich Kopfschmerzen und wenn es mir dann übel wird, muss ich halt rechts ranfahren. Ich denke nach dem Übelwerden kommt dann der epileptische Anfall (nein, ich habe noch keinen gehabt), wenn ich weiterfahre.

Meine 5 Watt Wohnzimmerglühbirne flackert doch auch nicht. Das muss doch irgendwie machbar sein?

, , , , , , ,

Ein Kommentar

Es flackert und flackert immer mehr


Nein, ich meine nicht diese neumodische „Weihnachts-Beleuchtung“ sondern das Rücklicht-Elend auf deutschen Straßen.

Mittlerweile hat ja auch der letzte Autohersteller LED-Rück- und Tag-Fahrleuchten im Programm. Obwohl ich a) Tagfahrleuchten sinnvoll finde (aber warum nur vorne?) und b) der LED-Technik generell gegenüber der spanabhebenden Beleuchtung den Vorzug geben würde, finde ich dieses Geflacker unerträglich.

Kann man diese Drecksdinger nicht ein wenig schneller takten als vielleicht 100 – 150 Hertz? Oder jeder Lampe eine Spule à 3 €-Cent spendieren?

Auf der Landstraße im Berufsverkehr geht es ja noch, weil alle mehr oder weniger die gleiche Geschwindigkeit fahren und auch nicht rechts und links von einem der Bär abgeht.

Aber das Stück Autobahn (ca. 7 km) das ich jeden Tag einmal hin und zurück fahre, da wird mir fast schlecht. Ich sehe rechts und links von mir nur noch rote Lichterketten; alleine durch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten, die gefahren werden, bewegen sich die getakteten LEDs ja relativ zu meinem Blickpunkt. Wenn man dann noch, wie es sich gehört, versucht einen Überblick über den umgebenden Verkehr zu halten und dementsprechend haüfig hin und her guckt, dann flackert alles derart, dass mir fast schlecht wird. Auf jeden Fall ist das nicht gut für die Konzentration auf’s wesentliche beim Autofahren:

Wo sind die anderen und wo wollen die hin?

Mittlerweile habe ich sogar ein Ranking der Autohersteller, die für meinen Geschmack am ätzendsten flackern, und wir haben einen Neuzugang:

  1. (Vorwoche -) Renault.
  2. (3) Pöschoh
  3. (2) Volvo.
  4. (4) VW / Audi / Skoda / …
  5. (5) Mercedes.
  6. (6) BMW (ich fass‘ es nicht)

Citrönen kann ich noch nicht so richtig einordnen.

, , , , , , , , , , , , ,

Ein Kommentar

Ich hab’s ja schon immer gewusst …


…, geahnt, gar befürchtet:

Ich bin anders als die meisten Leute, zumindest was Teilaspekte meiner Wahrnehmung betrifft.

Und zwar verarbeitet mein (zumindest das optische) Nervensystem einkommende Reize schneller, als es die „meisten“ anderen Menschen können. Nicht, daß ich davon Vorteile hätte, bisher wirkt sich das eher nachteilig aus. Aber die Industrie hat das Problem immerhin erkannt und sinnt auf Abhilfe. Ich kann leider keine genauen Zahlen nennen, da es sich nur um einen Artikel in der Welt-Online handelt und dort dummerweise keine Quellverweise stehen …

Das Problem ist folgendes: Immer mehr moderne Autos haben LED-Rücklichter, die im „Normalbetrieb“ per Pulsweiten-Modulation mit ca. 100-300 Hz getaktet werden, damit man sie beim Bremsen auf volle Helligkeit schalten kann. Ich hatte die Frequenz, ohne zu wissen in welchem Bereich sie liegt, bei einem Phaeton auf ca. 150 Hz geschätzt.


Den meisten Menschen fällt nicht auf, daß die bis zu 300 Mal pro Sekunde an und wieder ausgehen, so wie auch dem „normalen“ (will heissen, nicht durch zu kurze optische Integrationszeit benachteiligten) Menschen ab ca. 80-100 Hz das Flackern eines Monitors oder Fernsehers nicht mehr auffällt. Mich hat aber immer schon, und das hat mir immer schon niemand abgenommen, selbst das normale 100 Hz-Flackern von nicht hochgetakteten Leuchtstoffröhren gestört bis hochgradig genervt. Auch Monitore, die im Blickfeld meiner Augenwinkel standen, selbst solche, die mit 100 Hz getaktet sind (sofern es Röhren waren), hatten mich genervt. Kino geht fast überhaupt nicht.

Wenn ich ein Auto mit LED-Rücklichtern vor mir habe und meinen Blick nicht ausschliesslich auf diese Rücklichter fixiere, sondern, wie man das eben tut, den Verkehr, auch den Gegenverkehr und Objekte am Rande meines Blickfeldes beachte, um niemanden umzunieten, dann flackern diese Lampen für mich unerträglich; ich sehe regelrechte Lichterketten …

Manchmal ist (zu) schnelle Informationsverarbeitung nicht nur vorteilhaft. Wie geht es Ihnen / Euch?

P.S.: ausserdem reagieren meine Augen noch auf Wellenlängen, die für „normale“ Menschen schon im sogenannten „nahen Infrarot“ liegen, dafür habe ich mit Blau (und noch mehr mit „echtem“ Violett, nicht mit subtraktiven Farbmischungen aus Blau und Rot) so meine Probleme.

, , , , , , , , , , , ,

2 Kommentare

%d Bloggern gefällt das: