Beiträge getaggt mit Strassenverkehr

Geblitzt


… irgendwo im „Bergischen“.

Unübersichtliche Strecke, die ganze Zeit 70, 80, 50, 60, je nach Gelegenheit. Und die ganze Zeit so einen Wichser mit seinem fetten Jeep hinter mir. Drängelt. Kennt sich aus. Weiß, wo die Blitzer stehen, wie mir hinterher klar wird. Kann aber nicht überholen, weil es einfach nicht geht.

Wenn ich die ganze Zeit von hinten bedrängelt werde, wo 60 oder 70 km/h Höchstgeschwindigkeit gilt, läuft das bei mir anscheinend darauf hinaus, mich bis auf 10 oder 20 km/h über dem erlaubten Limit einzulassen. Alleine um den Abstand zum Hintermann (der wirklich nervt mit seinen 5m) zu vergrößern.

Auf einmal bemerke ich im Rückspiegel, wie er zurückfällt, ich gucke nach vorne und schaue stracks in einen Stationärblitzer. 60 km/h erlaubt. Ich knapp Achtzig auf der Uhr; Flash!. Danach überholt er mich. Ich könnte kotzen. Ich werde an der Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen noch mehr arbeiten.

Drängeln muss mir egal werden. Sollen doch die anderen kotzen!

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Bescheuert im Straßenverkehr: Driving in Russia


[Update wg. ein paar Hinweisen auf die Fails im Video …
Update wg. Meyers]

Ich bin bei Pharyngula (PZ Meyers‘ Blog auf ftb) über dieses Video gestolpert. Es gibt einem einen Eindruck, was in Russland so im Strassenverkehr abgeht:

  • Kanaldeckel scheinen sich auf russischen Straßen geringfügig anders zu verhalten, als man das aus der zivilisierten Welt gewohnt ist.
  • Ebenso Stromleitungen: es gibt einen Hollywood-reifen Stunt, bei dem ein Wagen an einer auf der Straße liegenden Stromleitung hängen bleibt.
  • Der durchschnittliche russische Verkehrsteilnehmer hat anscheinend manchmal eine überdurchschnittlich gute Reaktion.
    (wenn man sieht, wie der Rollerfahrer den Kopf vor dem hochfliegenden Kanaldeckel einzieht, denkt man unwillkürlich, „Boah, hat DER Schwein gehabt)
  • … Fußgänger, auch Beifahrer und – öfter als nicht – auch die Fahrer, die in Unfälle verwickelt werden, erscheinen äussert unempfindlich gegenüber Schmerzen zu sein. Da wird sich die Hose abgeklopft, nachdem man gerade vor die Motorhaube/Windschutzscheibe eines Wagens geknallt ist, dass die Scherben fliegen, man fischt seine Aktentasche aus dem Schneematsch und geht seines Weges. Wie gesagt, oft auch der Fahrer des Unfallfahrzeugs, wenn er denn zum Zeitpunkt des Crashs überhaupt noch drin sitzt …
  • Ein LKW-Fahrer kommt nach einem mehr oder weniger frontalen Crash mit einer zirkusreifen Nummer durch die zersplitternde Frontscheibe seines Lasters und nutzt geschickt den schon wieder in sich zusammengefallenen Airbag als Hilfe.
  • Räder mit reproduzierbarem Ergebnis an Fahrzeugen zu befestigen, scheint in Russland ein noch ungelöstes Problem zu sein, ähnlich wie bei uns der Flughafen-Bau.
  • Es gibt anscheinend keine Verkehrsregeln Geschwindigkeits-Begrenzungen.

Zum Video: Den Rest des Beitrags lesen »

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Es flackert und flackert immer mehr


Nein, ich meine nicht diese neumodische „Weihnachts-Beleuchtung“ sondern das Rücklicht-Elend auf deutschen Straßen.

Mittlerweile hat ja auch der letzte Autohersteller LED-Rück- und Tag-Fahrleuchten im Programm. Obwohl ich a) Tagfahrleuchten sinnvoll finde (aber warum nur vorne?) und b) der LED-Technik generell gegenüber der spanabhebenden Beleuchtung den Vorzug geben würde, finde ich dieses Geflacker unerträglich.

Kann man diese Drecksdinger nicht ein wenig schneller takten als vielleicht 100 – 150 Hertz? Oder jeder Lampe eine Spule à 3 €-Cent spendieren?

Auf der Landstraße im Berufsverkehr geht es ja noch, weil alle mehr oder weniger die gleiche Geschwindigkeit fahren und auch nicht rechts und links von einem der Bär abgeht.

Aber das Stück Autobahn (ca. 7 km) das ich jeden Tag einmal hin und zurück fahre, da wird mir fast schlecht. Ich sehe rechts und links von mir nur noch rote Lichterketten; alleine durch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten, die gefahren werden, bewegen sich die getakteten LEDs ja relativ zu meinem Blickpunkt. Wenn man dann noch, wie es sich gehört, versucht einen Überblick über den umgebenden Verkehr zu halten und dementsprechend haüfig hin und her guckt, dann flackert alles derart, dass mir fast schlecht wird. Auf jeden Fall ist das nicht gut für die Konzentration auf’s wesentliche beim Autofahren:

Wo sind die anderen und wo wollen die hin?

Mittlerweile habe ich sogar ein Ranking der Autohersteller, die für meinen Geschmack am ätzendsten flackern, und wir haben einen Neuzugang:

  1. (Vorwoche -) Renault.
  2. (3) Pöschoh
  3. (2) Volvo.
  4. (4) VW / Audi / Skoda / …
  5. (5) Mercedes.
  6. (6) BMW (ich fass‘ es nicht)

Citrönen kann ich noch nicht so richtig einordnen.

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Ein Kommentar

Bescheuert im Strassenverkehr – 2


Heute: in 3 Metern Abstand hinter dem Vordermann her fahren.

Warum bilden sich auf deutschen Landstrassen im Berufsverkehr immer so lange PKW-Schlangen hinter LKW?

Ich versuche mal zu erklären, wie diese Pakete (hier in der Gegend meist 1-2 LKW, dahinter 10-15 PKW) – zumindest meiner bescheidenen Meinung nach – zustande kommen:

  1. Der erste, der auf den LKW aufläuft, denkt sich: ich muss eh im nächsten Kaff rechts/links abbiegen, da kann ich die paar Kilometer auch hinter dem LKW bleiben.
    Alternativ fährt er derartig dicht auf den LKW auf, dass er sowieso nichts vom Gegenverkehr sieht. Deswegen wird dann auch gerne mal ein halber Meter auf die Gegenfahrbahn gezogen, weil „man würde ja gerne überholen, kann aber durch den Scheiss-LKW nicht sehen, was im Gegenverkehr abgeht“.
  2. Dem zweiten geht das evtl. genauso, aus den gleichen Gründen (Überholen nutzt entweder nichts oder er kann nicht). Mit den gleichen Konsequenzen (3 Meter hinter dem Vordermann und sieht nichts und sein Kind).
  3. Der dritte traut sich mit seinem 75 PS Corsa nicht zu überholen, weil er 3 Meter hinter dem zweiten herfährt und deswegen nicht vernünftig Anlauf nehmen kann.
  4. usw.

Was ich in dem Zusammenhang überhaupt nicht begreifen kann:

Was bringt es, kilometerweit in 3 Metern Abstand hinter einer LKW Plane (oder halt einem anderen PKW) herzufahren? Im dichten Berufsverkehr? Haben die alle kein Wasser mehr in der Scheibenwaschanlage?
Ich bin mal mit so einem Fahrer (Golf, 75 PS) mitgefahren. Ca. 5 km hinter einem LKW her. Mit 3 Metern Abstand.

Ich frage ihn höflich, warum er den denn nicht überholt? „Ich hab‘ keine 320 PS wie Du, ich komm‘ doch an dem nicht vorbei, soweit ich gucken kann!“ (*)
Ich habe davon Abstand genommen ihm zu erklären, wie er doch noch an dem LKW vorbei käme. Immerhin ging es nur geradeaus …

(*) Mein Wagen hat keine 320 PS, ich schon gar nicht 🙂
Ich war nur zu dem Anlass (eine Beerdigung) mit einem Kumpel angereist, der mich hat fahren lassen. Und der hat einen 911er. Ich habe einen 11 Jahre alten, gechippten TT (Roadster, quattro) mit ca. 240 PS.

Ich habe eine Vermutung, was das dichte Hinterherfahren betrifft, aber das kommt in einer zukünftigen Folge dieser Reihe!

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Bescheuert im Strassenverkehr – 1


Dies ist Teil 1 einer neuen unendlichen Geschichte. Ab jetzt regelmässig, mindestens einmal wöchentlich!

Ich werde mich ab jetzt hier regelmässig über das aufregen, was ich im Strassenverkehr täglich so erlebe. Das folgende Erlebnis ist allerdings schon zwei oder drei Wochen her. Aber irgendwo muss man ja anfangen!

Heute: Kurve schneiden.

Ich schneide Kurven prinzipiell nicht. Never ever (ausser, wie schon so oft gesagt, auf dem Nürburgring). Die Gegend wo ich arbeite ist eher dörflich, viele Bach- und Flüsschen-Täler und dementsprechend kurvige, aber übersichtliche Strecken, normale Landstrassen, sogar die ein oder andere Bundeststrasse ist dabei. Kein Überholverbot, keine unangemessene Geschwindigkeitsbegrenzung; alles easy, eigentlich.

Weil ich halt keine Kurven schneide.

Aber die einheimischen Spackos, die einem ständig in der Kurve auf der falschen Seite entgegenkommen, die tun es!(*)

Aus der Erfahrung heraus, dass da gestern ja auch keiner entgegen kam, wird die Kurve wie gewohnt geschnitten. Geht ja bei dem Tempo mit dem Auto auch gar nicht anders. 60% der Fahrer die mir dort in Kurven entgegen kommen, müssen den Kurs korrigieren, weil sie mindestens eine halbe Wagenbreite über die Mittellinie sind. Und weil hier viele Leute so unterwegs sind – und manchmal eben auch an der Grenze dessen, was für sie oder das Auto noch beherrschbar ist – stehen hier auch so viele Kreuze am Strassenrand ‚rum.

Arme Irre.

Aber nun zu dem Erlebnis, um das es mir eigentlich geht:

Nicht nur die, die sich irgendwann den Hals abfahren schneiden hier die Kurven, sondern anscheinend fast jeder. Und ist man auch noch so langsam unterwegs …

Ich bin also auf besagter Strecke unterwegs (Feierabend) und habe jemanden vor mir, der es aus irgendeinem Grund nur bis auf 65 km/h auf der Landstrasse bringt. Ausserdem schneidet er wirklich jede (hier hätten bei mir eigentlich schon die Alarmglöckchen klingen müssen) Kurve, nicht nur Linkskurven, nein: auch Rechtskurven. Dafür  muss vorher so weit ausgeholt werden, dass man aus der Rechts- quasi wieder eine Linkskurve macht.

Das Spiel habe ich mir ein paar Minuten angetan und dann auf einem Stück das sich nur leicht schlängelt, sehr – ich würde sogar sagen: ausserordentlich – gut zu überblicken ist (minimum 800-1000 m), zum Überholen angesetzt.

Blinker raus, vom 6. in den 3. geschaltet und Vollgas. Während der Turbo auf Pferdchenjagd geht, versichere ich mich nochmal über alle Rückspiegel und nach vorne hin, dass wirklich kein Hindernis unverhofft auftauchen kann.

Ich schere also mit ca. 20 km/h Geschwindigkeitsüberschuss auf die Gegenfahrbahn aus. Als ich mit meiner Stossstange etwa auf der Höhe seiner B-Säule angekommen bin, zieht diese Hohlbirne auf einmal links rüber, weil eine „Kurve kommt“, die eine Richtungsänderung von 10 Grad erfordert.

Von meiner Sicht aus passierte dann folgendes:

  1. Vollbremsung. Hupe.
  2. Fluchtweg suchen, ich bin ja schon ganz links. Und schon eine halbe Reifenbreite weiter.
  3. Noch weiter nach links ziehen (Grünstreifen).
  4. Hoffen, dass das ESP und das ABS mein Auto dahin fahren, wo ich es hin haben will. Vollbremsung in einer leichten Linkskurve mit den linken Rädern auf dem Grünstreifen will ich ohne ABS und ESP nicht wirklich mal erleben.
  5. Uff, sogar noch vor dem nächsten Begrenzungspfosten es wieder hinter die „Schneiderin“ und dann mit allen Rädern auf die Strasse geschafft. Kein Schaden, weder bei mir, noch bei ihr (ja, es war eine Frau). Hätte bei 18″ und 35er Querschnitt und ca. 10 cm Bodenfreiheit auch anders ausgehen können. Auch für die Pappnase.
  6. Zum Glück sind hier die Leitplanken nur auf den Aussenseiten der Kurven angebracht.

Den Rest (Anhalten, zur Sau machen Rede stellen, nichts einsehen, sich im Recht fühlen „wie kann man nur in der Kurve überholen?“) erspare ich Euch. Vollpfosten halt. Diese Leute fahren Auto und wissen überhaupt nicht, was sie tun. Immerhin ist sie von selbst rechts rangefahren.

(*) Dass viele Autofahrer nicht so richtig wissen, was sie da tun, hat natürlich nichts mit dieser speziellen Gegend zu tun. Ich fahre jetzt lange (26 Jahre) und weit ( einmal zum Mond und ein Drittel schon wieder zurück …) genug; mir ist also bewusst, dass das überall so ist!

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