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Die „Fusions-Konstante“ hat sich geändert!
Veröffentlicht von Yeti in Angucken!, Auto, Auto und Verkehr, Klima, Medien, Physik, Technologie, Wissenschaft am April 7, 2013
Die Kernfusions-Konstante
Seit den 1950-ern heißt es:
In ca. 30 bis 40 Jahren beherrschen wir die Kernfusion und haben damit alle unsere Energie-Sorgen vom Tisch.
Diese Zeitspanne wird manchmal scherzhaft als „Fusions-Konstante“ bezeichnet. Bis vor kurzem war das auch immer noch so – Kernfusion haben wir bestenfalls ca. 2040/50, wenn mit ITER alles glatt läuft, heißt es. Frühestens 2080 lässt sich mit dieser Technik der dann ca. 100 T-kWh (Tera-Kilowattstunden, 1 T-kWh = 1 Mio. GWh) pro Jahr betragende globale Energiebedarf decken.
Jetzt hat sich das meines Erachtens geändert.
ITER / Tokamak
Das multinationale Projekt ITER baut nach dem 1952 von Andrei Sacharow und Igor Tamm in Moskau entwickelten Konzept des Tokamak und nach einigen (Dutzend) kleineren, nach diesem Prinzip gebauten Reaktoren, den größten bisher gebauten Fusions-Reaktor. Ob der dauerhaft mehr Energie wird produzieren können, als er verbraucht ist meiner Kenntnis nach noch durchaus fraglich. Fakt ist wohl, dass es prinzip-bedingt nicht kleiner geht, wenn man Energie „ernten“ will. Und das ist ein Problem. ITER sieht so aus, wenn er mal fertig ist:
Das Teil ist einfach viel zu kompliziert, groß und teuer. Und das Plasma ist inhärent instabil, d.h. es ist sehr „gefühlig“ was die Form des Magnetfeldes und seine eigenen Strömungseigenschaften angeht. Natürlich ist ITER nicht instabil im Sinne von „kann in die Luft fliegen“.
Aber es geht auch anders. Nämlich einfacher, kleiner und wesentlich billiger. Und stabil.


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